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“Es war keine Beerdigung”

4. Dezember 2011 1 Kommentar

Ein letztes Mal Thomas Gottschalk bei “Wetten, dass…?”

Stehende Ovationen, emotionale Musik, die eine oder andere Träne im Publikum und in großen, leuchtenden Lettern “Danke Thomas”. Es muss ein großer Moment für Thomas Gottschalk gewesen sein, als gestern kurz nach 23 Uhr seine 151. und letzte Sendung Europas größter Unterhaltungs-Sendung, “Wetten, dass…?”, zu Ende ging. Sichtlich gerührt genoss er die letzten Momente einer Show, die gestern eindrucksvoll ihre eigene Unverzichtbarkeit demonstrierte.

Es herrschte ein Hauch von Jahresrückblicks-Stimmung in der Messe von Friedrichshafen. Alle Gäste (natürlich bis auf Til Schweiger und Jessica Biel) brachten Gottschalk kleine Geschenke mit, ehemalige Wettkandidaten waren zu Gast und diverse kurze Rückblicke auf die Höhepunkte der letzten 23 Jahre ergänzten den gewohnten Sendeablauf. Das Abschiedsmotiv zog sich zwar durch den Abend, beherrschte ihn aber nicht. Stattdessen lieferte der Franke eine der unterhaltsamsten Ausgaben seit langer Zeit ab. Lustige, spannende und beeindruckende Wetten waren erneut das Rückgrat der Sendung, aber auch die Gäste trugen entscheidend dazu bei. Mit Günther Jauch, Dirk Nowitzki und Iris Berben waren diese zwar nicht besonders ausgefallen, dafür sah man ihnen an, dass sie gerne auf der Couch saßen. Gottschalk selbst war wie gewohnt in Topform.

In den letzten Jahren waren die Wetten oftmals mau und die Gäste zwar von hoher Prominenz, aber ohne Spaß an der Sendung. Die gestrige Auswahl, von Jessica Biel mal abgesehen, sorgte für einen Abend, der dem ZDF zeigte, dass es sich den Verlust dieses Formats nicht leisten kann. Der Blick auf die Einschaltquoten untermauert diese Tatsache. Fast 15 Millionen Zuschauer, so viele wie sonst nur bei Fußballspielen, sahen Gottschalks Abeschiedssendung. Und bei dieser Qualität dürften auch im kommenden Jahr einige davon wieder einschalten. Auf eine so unterhaltende und in der Fernsehlandschaft einzigartige Show sollte man nicht verzichten müssen. Thomas Bellut sollte also unbedingt versuchen, das Format am Leben zu halten, es gegebenenfalls leicht zu überarbeiten und einen geeigneten Moderator zu finden.

Die Spekulationen darüber wurden gestern wieder angeheizt. Günther Jauchs geniale Cross-Promotion für den heutigen RTL-Jahresrückblick war die bisher positivste Antwort, die jemand auf die Nachfolge-Frage gegeben hat: Er möchte es sich bis zum Abend überlegen und dann mit Gottschalk “in aller Ruhe darüber reden”. Der spontane Beifall des Friedrichshafener Publikums deutet an, dass der Weg mit Jauch für das ZDF ein gangbarer sein kann. Kaum ein deutscher TV-Moderator ist so akzeptiert wie er; dass er nicht nur steifen Polit-Talk kann, hat er bei Übertragungen von Fußballspielen und Skispringen bereits bewiesen und die Produzenten aus Mainz müssten sich auch bei der Ehefrau des Showmasters keinen neuen Namen merken (sowohl Gottschalk als auch Jauch sind mit einer Thea verheiratet). Ob er allerdings neben RTL und der ARD nun für einen dritten Sender arbeiten sollte, ob er nicht etwas zu bieder für eine solche Sendung ist und ob diese Entscheidung unbedingt am Tag nach Gottschalks Abschied getroffen werden sollte, ist jedoch fraglich. Zumal es keine gute Aussage wäre, wenn Jauch ausgerechnet in einem alten Gottschalk-Anzug (Einlösung eines Wetteinsatzes) die Zusage geben sollte.

Fest steht nur, dass sich Thomas Gottschalk spätestens gestern ein Denkmal gesetzt hat. Ob mit Torte, mit überdimensionaler Schneeskulptur, mit Küssen oder mit Wortspielen, auch das Fahrrad habe keinen “Rücktritt” – alle Beteiligten zollten dem Bamberger ihren Respekt oder versuchten ihn doch noch umzustimmen. Ein Zurück kann es nach so einem perfekten und erfrischend unpathetischen Abschied nicht geben, aber eine “Beerdigung” des ganzen Formats war es mitnichten. Was also bleibt, ist die Erinnerung an unzählige Fernsehabende mit vielen überzogenen Minuten mal stärker, mal schwächer, mit bösen Sprüchen und kreativen Wettideen. Und die Hoffnung, dass noch viele weitere folgen. Eine Ära ist zu Ende. Ich hätte nichts dagegen, wenn eine neue folgt.

, dass…?

13. Februar 2011 1 Kommentar

Ohne Wetten

Das Highlight der Sendung war die Anmoderation. Thomas Gottschalk hört also tatsächlich auf. Die Sommerausgabe auf Mallorca im Juni wird die letzte “Wetten, dass…?”-Sendung mit dem fränkischen Entertainer als Gastgeber sein. Es war eine mutige Entscheidung, eine konsequente und nachvollziehbare; vor allem aber ein weiser Entschluss, nicht schon nach der gestrigen Sendung das Handtuch zu werfen.

Es wäre jetzt einfach, die bösen Vorurteile über Halle an der Saale herauszuholen und auf die gestrige Ausgabe der Unterhaltungsshow zu übertragen. Nun… heute ist Sonntag und man muss es sich ja nicht immer unnötig schwer machen. Also: Das ZDF zeigte am Samstag eine ziemlich farblose, langsame und vollkommen spannungsbefreite Show. Genau wie Halle eine von vielen Städten ist, ohne besondere Sehenswürdigkeiten oder sonstige Attraktionen, war “Wetten, dass…?” gestern ebenso eine einfache Sendung ohne Höhepunkte. Selbst der Auftritt von Take That brachte nur wenig Schwung. Wäre nicht Jan Josef Liefers zu Gast gewesen, man wäre vermutlich eingeschlafen.

Die meisten Zuschauer seit 13 Monaten konnte Gottschalk verbuchen. Schade nur, dass die vielen Menschen auch die langweiligste Ausgabe dieses Zeitraums sahen. Das lag vor allem daran, dass der Kern der Sendung völlig unterging: Die Wetten. Es gab ohnehin nur vier davon (plus Kinderwette) und die waren dann auch noch langatmig (Frisbee-Kerzen-Ausblasen) oder der Schwierigkeitsgrad zu gering angesetzt (Salami-Golf). Nur das Schnipsen der Kronkorken mit den Ohren hatte noch etwas Unterhaltungswert (auch wenn ich, wie ich gestern festgestellt habe, meine Ohren auch so einknicken kann) und ein Hauch von Spannung kam bei der Glühbirnen-Wette auf. Alles halb so wild, schließlich muss man Verständnis dafür haben, dass die Verantwortlichen erst einmal keine Action-Wetten mehr ins Programm nehmen wollen. Schlimm war jedoch, dass man das Gefühl hatte, dass selbst die Moderatoren die Wetten langweilig fanden. Als wären sie die lästige Pflicht, die halt erfüllt werden muss.

Es wird eine Weile dauern, bis man beim ZDF wieder das rechte Maß an Action und Sicherheit gefunden hat. Bis dahin wäre es wünschenswert, dass die übrigen Wetten wenigstens mit dem gebührenden Enthusiasmus vorgeführt werden. “Weniger Gefahr” soll schließlich nicht “mehr Langeweile” bedeuten.  Und die Sendung mit endlosen Musikeinlagen zu füllen, reicht eben nicht, wie gestern deutlich wurde.

Spätestens seit dem letzten Abend wird heiß diskutiert, wer denn die Nachfolge von Thomas Gottschalk antreten wird. Naturgemäß steht Jörg Pilawa als Allzweckwaffe hoch im Kurs. Ich möchte jedoch einige eigene Vorschläge anbringen:

  • Elton – Erfahrung mit kultigen Fernsehsprüchen kann er ja aktuell schon bei “1, 2 oder 3″ sammeln (“Ob ihr wirklich richtig steht…”). Da sollte “Top, die Wette gilt!” kein Problem darstellen.
  • Oliver Welke – Neues Lieblingskind des ZDF durch seine erfolgreiche “Heute Show”. Auch bei Fußballübertragungen führt er mit Witz durch das Programm. Ihm fehlt es allerdings an Haupthaar.
  • Dr. Eckart von Hirschhausen – Jetzt, wo die ARD sich Günther Jauch geangelt haben, sieht das ZDF vielleicht die Chance, nach Pilawa auch Hirschhausen nach Mainz zu locken. Sein medizinisches Wissen kann ihm hier jedoch nicht helfen.
  • Michael Steinbrecher – Hat schon die passende Frisur.
  • Kai Ebel – Hat den gleichen Schuh-Geschmack.
  • Stefan Raab – Dann macht er endgültig alles, was im deutschen Fernsehen läuft (außer DSDS). Vielleicht kann man Wetten auch nur gewinnen, wenn man dabei besser ist als Raab und Matthias Opdenhövel moderiert.
  • Benjamin von Stuckrad-Barre – Aktuell auf ZDF_Neo mit “Stuckrad Late Night” zu sehen, zeigt dort Entertainerqualitäten mit bissigen Kommentaren und großem Fachwissen. Müsste für “Wetten, dass…?” allerdings lernen, seine Gäste ausreden zu lassen. Ein durchaus ernst gemeinter Vorschlag.

Ergänzung: Zum Schluss noch drei Namen, denen ich ernste Chancen einräume. Johannes B. Kerner (die Anti-Lösung), Hugo Egon Balder (die konservative Lösung), Michael Mittermaier (die mutige Lösung)

    Spiegel-BILD

    5. Dezember 2010 2 Kommentare

    Reaktionen auf den Unfall bei “Wetten, dass…?”

    Samuel K., 23-jähriger Wettkandidat bei “Wetten, dass…?”, verunglückte am Samstagabend live vor allen Kameras. Er wollte mit Sprungfedern an den Füßen über fünf fahrende Autos springen. Beim vierten, gefahren von seinem Vater, sprang er nicht hoch genug, stürzte schwer und blieb regungslos am Boden liegen. Das ZDF machte das einzig Richtige, zeigte kein einziges Bild des Kandidaten und der notärztlichen Versorgung und brach die Sendung erstmals in seiner Geschichte ab. Eine Entscheidung, die Respekt verdient, angesichts der Quotengaranten Justin Bieber, Cameron Diaz und vor allem Take That, die alle nach Düsseldorf eingeladen waren.

    Bei so einem Zwischenfall in “Europas größter Fernsehshow” ist es selbstverständlich, dass sofort auf allen Kanälen darüber berichtet wird. Dass die BILD hochgradig geschmacklos reagiert, war leider zu erwarten: Bilder des Unfalls und des bewusstlosen Samuel auf dem Boden und der Trage und dazu Überschriften wie “Unfall-Drama bei Wetten, dass”. Wie respektlos kann man eigentlich sein, erstens überhaupt Bilder davon zu machen und diese zweitens auch noch zu veröffentlichen?

    Anders als die BILD gilt der “Spiegel” jedoch als Qualitätsjournalismus. Der Informationsgehalt der Artikel auf “Spiegel Online” ist selbstverständlich auch höher, der Schreibstil aber erschreckend ähnlich. Bereits wenige Minuten nach dem Unglück las man dort nach einigen Absätzen sachlicher Berichterstattung Sätze wie “Dann nahm Samuel K. Anlauf, schwarzer Helm auf den Kopf, die Sprungprothesen an den Füßen. Sein Vater fuhr ihm in einem Audi entgegen, der Absprung glückte, doch Samuel K. schlug hart auf, lag reglos am Boden. Gottschalk fragte noch: ‘Wehgetan?’” Emotion vor Information. Am Sonntag wurde es noch drastischer. In den Vormittagsstunden zeigte SPON auf der Startseite den regungslosen Samuel unmittelbar nach seinem Sturz mit dem Verweis auf die Fotostrecke prominenter als dem zum Artikel. Der Titel “Die Schattenseite des Quotenkampfs” passt nicht nur zur Sendung. So beginnt der Beitrag dann auch mit den Worten “Der schwerste Moment in der Geschichte von “Wetten, dass…?” ist nur für den Bruchteil einer Sekunde im Fernsehen zu sehen, dann wendet sich die Kamera ab.” und wird fortgesetzt mit “”Wetten, dass…?”-Kandidat Samuel K. liegt regungslos da, die Hüfte verdreht, mit dem Gesicht zum Boden. Die überdimensionalen Sprungfedern, mit denen er Salti über fünf Autos schlagen wollte, stehen unförmig von seinen Füßen ab.” – Texte wie aus reißerischen Vorabend-Dokumentationsfilmen. Alle weiteren Artikel zum Thema auf der Seite sind ganz genau so geschrieben. Allein stehende (Ab-)Sätze wie “Der vierte Sprung ging daneben.” wären auch in Boulevard-Zeitschriften nicht fehl am Platz. (Siehe dazu auch “Gute Arbeit, SPON” aus dem Misanthropenwald)

    Dass es auch sachlich und ohne dramatischen Unterton geht, beweisen fast alle anderen “Qualitätsmedien”. Ob FAZ, Süddeutsche, Zeit, Tagesschau oder – im Video – ZDF Heute. Ein Hoch auf das Gebühren-finanzierte Fernsehen und den echten Qualitätsjournalismus.

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    Wetten, dass…? (06.11.2010)

    Nicht reden. Machen!

    Etwas musste passieren nach der nicht nur aus Quotensicht schwachen Ausgabe “Europas größter Fernsehshow” im Oktober. Das “Supertalent” auf RTL ist längst zur ernst zu nehmenden Konkurrenz heran gewachsen. Wie also die verbliebenen Zuschauer halten und die abtrünnigen zurück gewinnen? Der Lösungsansatz des ZDF lautet “Mehr Action, mehr Tempo, weniger Gerede”.

    In der Umsetzung sieht das dann so aus: Sieben “echte” Wetten statt vier, famose Showacts z.B. der Blue Man Group und der Fantastischen Vier, Hollywood-Stars, die nicht bis zum Ende bleiben müssen und ein wesentlich geringerer Altersdurchschnitt auf der Couch. Und siehe da – was gestern in Hannover geboten wurde, war das beste, was “Wetten, dass…?” seit längerem gezeigt hat.

    Am wichtigsten war es, die Wetten wieder in den Vordergrund zu rücken. Ganz offensichtlich wurden sie dieses Mal wesentlich sorgfältiger ausgewählt. So kam es, dass die zwar lustige, aber von der Dramaturgie eher mäßige Wette, Kakteenarten mit der Zunge zu erspüren, nur knapp am Wettkönig vorbei schrammte. Andreas Malzahn, der Kandidat, erwies sich als äußerst fernsehtauglich und verlieh seiner Wette durch seine sympathische Art und Gesprächigkeit die nötige Würze. Für Action sorgten der Motorrad-Weitsprung und das Duell Modellauto gegen BMX-Fahrer, faszinierend waren die chinesische Schnell-Geldzählerin und der Wettkönig, ein 74-jähriger Mann, der in zwei Minuten fast 1000 Kerzen ausblasen konnte. “Die Geburtstagstorte von Johannes Heesters”, wie es Thomas Gottschalk nannte.

    Viele und zugleich starke Wetten ziehen die Aufmerksamkeit natürlich von den Gästen weg. Gleich zu Beginn wurden zwei Promi-”Paare” auf die Couch geholt. Während Lena und Matthias Schweighöfer noch kurz über ihren Animationsfilm reden durften, wurden Vitali Klitschko und Ehefrau erst einmal komplett links liegen gelassen. Denzel Washington und Miley Cyrus konnten nicht viel mehr tun, als ihre Filme zu promoten. Dabei bewies “Hannah Montana”, was für eine schlimm verzogene Medien-Göre sie ist, indem sie ihre einstudierten Sätze abspulte, die sie auch ohne Gottschalks Fragen gesagt hätte und gleich zu Beginn meinte, die Fans seien das wichtigste und anschließend deren Geschenke liegen ließ. Dass sie und Denzel vorzeitig gehen durften, tat der Sendung enorm gut. Das ständige Übersetzen und Einbinden der internationalen Stars hemmt den Fluss doch gewaltig.

    Den stärksten Auftritt auf der Couch legten Smudo und Thomas D. von den Fantastischen Vier hin. Vor allem letzterer hatte richtig Spaß, freute sich über die Blue Man Group und bewies mit einigen Kommentaren wieder einmal sein Comedy-Talent. Solche Gäste braucht die Show! Promis, die gerne in der Sendung sind und nicht pflichtgemäß ihre aktuellen Projekte vorstellen. Das wird jedoch an den Produktionszwängen scheitern.

    Die musikalischen Beiträge waren wieder solide ausgewählt. Fanta Vier waren gewohnt stark, James Blunt ist und bleibt ein sympathischer Kerl und auch Miley Cyrus weiß, wie sie sich auf der Bühne verhalten muss. Zwar lässt sich über das für und wider, ein 17-jähriges Mädchen in weißen Spitzen-Unterhosen herumtanzen zu lassen, streiten und sie ist eine wirklich mittelmäßige Sängerin, aber als Show-Act taugt sie allemal. Es war jedoch die Blue Man Group, die im Grunde die gesamte Sendung überstrahlte. Sie banden mal wieder alles und jeden im Studio ein, rangen dabei Lena einen ängstlichen Gesichtsausdruck ab und ließen am Ende faszinierende Zuschauer und Promis zurück. Und jede Menge Klopapier.

    Trotzdem hatte “Wetten, dass…?” auch gestern wieder seine Längen. Ein Vierergespräch zwischen Gottschalk, Miley Cyrus, Denzel Washington und Vitali Klitschko war zu viel des Guten, keiner der Gäste verstand, worum es ging. Und die Frage, warum man den Showmaster dutzende Geldscheine nach der entsprechenden Wette von Hand zählen ließ und sich keine Maschine anschaffte, müssen sich die Redakteure auch gefallen lassen.

    Alles in allem zeigte sich die Sendung aber stark verbessert. Auch in Zukunft sollte man sich stärker um gute Wetten kümmern, denn von ihnen lebt die Show. Der Versuch, mehr Tempo hinein zu bringen, wirkte noch etwas verkrampft, ist aber der richtige Ansatz. Umso tragischer ist es, dass trotz der Bemühungen die gestrige Ausgabe noch weniger Zuschauer erreichte als die vorherige. In der Geschichte der Show sahen nur ein einziges Mal weniger Menschen zu – im Februar diesen Jahres, als parallel die olympischen Winterspiele liefen. Hoffentlich lassen sich die Produzenten davon nicht beeindrucken, sondern erkennen, dass sie einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.

    Am Ende bleibt nur eine Frage offen: Was genau hatte Atze Schröder eigentlich für eine Aufgabe? Den ganzen Abend verbrachte er an der Seite von Michelle Hunziker, versäumte keine Gelegenheit, sich an sie heran zu schmeißen und tat dabei nichts produktives. Lediglich bei der Buswette assistierte er Michelle. Zugegeben, ein paar flotte Sprüche hatte er dabei und hat der Sendung in keinem Fall geschadet. Seine Funktion blieb mir jedoch verborgen.

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