Mainzoläuschen
Fritzchen hat in den Kalender geschaut und sich im Nikolaus-Stiefelchen versteckt. Es wünscht euch einen frohen Nikolaustag und eine besinnliche Adventszeit! Genau wie ich.
Fritzchen hat in den Kalender geschaut und sich im Nikolaus-Stiefelchen versteckt. Es wünscht euch einen frohen Nikolaustag und eine besinnliche Adventszeit! Genau wie ich.
Genau drei Monate ist es her, dass ich das erste Mal zusammengetragen habe, welche absonderlichen Google-Suchanfragen auf mein Blog geführt haben. Es war nicht weiter schwer, zu prophezeien, dass es nicht bei diesem einen Artikel bleiben sollte. Seit April hat sich wieder eine Menge angestaut. Dieses Mal sind weniger Fragen dabei, die ich versuchen könnte zu beantworten. Dementsprechend bin ich dazu gezwungen, mehr zu kommentieren als einen Inhaltlichen Mehrwert zu liefern (als ob es den im ersten Beitrag gegeben hätte…).
Der erste Suchbegriff hat mir meinen neuen persönlichen Helden vorgestellt. In Würzburg gibt es eine Person, die ich unbedingt kennen lernen muss. Dort bei der Bundeswehr dient der “Oberstleutnant Andreas Schmand“. Ich schulde demjenigen etwas, der mich mit diesem Herren bekannt macht.
Im April hatte ich geschrieben, dass ich mich nach der Veröffentlichung der Google-Phrase “fick mich video wer nicht kommt ist selber schuld” auf eine Flut an Klicks einstellen würde. Die große Welle blieb zwar aus, dennoch landen immer noch beängstigend viele Leute bei mir, die nach Sex suchen. Dieses Mal lauteten die Anfragen “komm abwichsen erwischt geschichten,” “fick in der straßenbahn” und “hippiefrau versucht nazis beim sex zu.” Ich muss zugeben, dass mich die letzte Suche neugierig gemacht hat. Hitchcocks Devise “spannend ist, was man nicht sieht”, hat auch hier beeindruckend Anwendung gefunden. Denn wollen wir jetzt nicht alle wissen, was diese Hippiefrau mit den Nazis versucht hat? (Sex und Nazi in einer Suchanfrage führen zu mir? Glaubt Google, ich bin der “Spiegel”, oder was?)
“was ist ein smand bei einer herz /op” – Keine Ahnung! Ich würde mal ganz kühn behaupten, dass es das nicht gibt. Meinte derjenige einen Stent? Dabei handelt es sich um eine Gefäßstütze. “Smand” sieht – nicht nur bei Herz-OPs” – stark nach einem Schreibfehler aus.
“schmand fürs gesicht wirkung” – Kommt ganz auf dein Gesicht an, Schätzchen!
Und zu guter Letzt: “ich studiere kmw” – Das tut mir Leid. Willst du reden?
Zwei Bemerkungen möchte ich abschließend noch loswerden. Nach meinem letzten Artikel zu diesem Thema gab es ein paar Schlaumeier, die versucht haben, mich und Google auszutricksen. Euch sei gesagt: Alles, was im Eingabefeld steht, kommt bei mir an. Also auch Suchbefehle, die dafür sorgen, dass man zwangsläufig auf meiner Seite landet. Netter Versuch. ;-) Und zweitens: Wenn mich demnächst jemand sucht – ich bin unter der Dusche und versuche, diesen Macho-Spruch von oben abzuwaschen. Könnte eine Weile dauern. Wenn ich damit fertig bin, ist Volume 3 der Google Hits sicherlich schon in Produktion.
PS: Dank Fritzchen ist die neue Nummer 1 unter den Google-Suchanfragen für mein Blog übrigens das Wort “Welking”.
Was für ein Tag, dieser 9. Juni. Aus gegebenem Anlass habe ich für euch mit gütiger Hilfe von Wikipedia eine Liste historischer Ereignisse zusammengefasst. Scheint ein gutes Datum zu sein, um mit etwas zu beginnen…
Ich glaube, Fritzchen hat Potenzial.
Es wird noch häufiger Zeiten wie diese geben, in denen ich weniger Kapazitäten zum Bloggen habe. In solchen Fällen kann mir Fritzchen, das sportliche unter den Mainzelmännchen, mit Sicherheit dabei helfen, Sachverhalte zu illustrieren und Lücken zu füllen. Vor einigen Wochen musste er schon herhalten, um zu verdeutlichen, wie groß mein Stapel Fragebögen ist, den ich für meine Bachelorarbeit auswerten muss. (Bild rechts)
Das aktuelle Bild (oben) zeigt Fritzchen beim neuen Trendsport “Welking”, der Antwort der “Heute Show” auf das australische “Planking”. Wer nicht weiß, wovon ich rede, findet auf der Facebook-Seite der Sendung Antworten. Mal sehen, wozu der Sportsfreund aus Mainz in den nächsten Monaten noch zu bewegen sein wird…
Zu gerne würde ich über ein aktuelles Thema schreiben, zumal es selten so viele gute Vorlagen gibt, die man eigentlich nur verwerten müsste. CDU/CSU heucheln sich um Kopf und Kragen. Gestern sagte zum Beispiel Horst Seehofer, die Argumente gegen den Atomausstieg “das ist zu teuer” und “dann müssen wir Strom aus dem Ausland ankaufen” seien durchsichtige Wirtschafts-Klüngeleien. Da hat er mal eben zwei Klassiker aus den “Greatest Hits” der Konservativen Parolen gegen die Grünen lächerlich gemacht. Es ist schon erstaunlich, wie die Bundesregierung es schafft, den schnellen Atomausstieg, den man noch vor einem Jahr in einem Gewaltakt hinauszögern wollte, als die eigene Idee zu verkaufen. Für alle Redenschreiber muss es eine ganz besondere sportliche Herausforderung sein, diese Inhalte zu vermitteln, ohne den Eindruck zu erwecken, man würde den Grünen irgendwie Recht geben.
Seitenweise könnte ich mich darüber auslassen. Ebenso über unsere profillose Kanzlerin, die Pragmatik mit Opportunismus verwechselt oder die FDP, die die schwachen, alten Spieler auf dem Feld nicht auswechselt, sondern einfach die Kapitänsbinde an das Nachwuchstalent übergibt. Über diesen wahnsinnig (un)glücklichen Zufall, dass es bei “Deutschland sucht den Superstar” einen Fehler bei der Abstimmung gab und das Finale der Staffel dadurch nicht parallel zu Gottschalks letzter “Wetten, dass…?”-Ausgabe läuft, könnte man sich ebenfalls vortrefflich aufregen. Würde es eigentlich jemanden wundern, wenn Dieter Bohlen auf Mallorca einer der Gäste wäre?
Sehr gerne würde ich auch einmal unsere Bildungsideale diskutieren. Vor einigen Tagen erschien bei “Zeit online” ein durchaus lesenswerter Artikel über meine Schule, Sankt Afra. Der Kommentar dazu von “Lutz2″, eine solche Förderung Hochbegabter spalte die Gesellschaft, ist für mich ein interessanter Ansatzpunkt für ein mehr oder weniger kurzes Statement meinerseits.
Und schließlich ist da noch der Fußball, dessen Trainerrochaden immer mehr vom Wahnsinn getrieben werden. Auch außerhalb der Bundesliga drehen alle am Rad. Red Bull schmeißt nicht nur die eigenen Verantwortlichen raus, sondern indirekt auch noch den Trainer von Rapid Wien und Dynamo Dresden spielt eine sportlich sehenswerte Saison, trotzdem fliegt der Trainer. Wieso schreibt man dann eigentlich noch Verträge?
Alle diese Themen müssen sich jedoch aus Zeitgründen hinten anstellen. Bachelorarbeit und Semesterbeginn rauben mehr Zeit als es mir lieb ist. Mein sechstes und letztes Bachelor-Semester wird wohl das erste, in dem ich auch vor der Klausurzeit richtig Arbeit habe, die über Textelesen hinaus geht. Man hat es schon fast nicht mehr für möglich gehalten. Deswegen muss ich im Moment leider auf Beiträge verzichten, die einen größeren Recherche- oder Nachdenk-Aufwand voraussetzen.
Der heutige Ersatz besteht aus zwei Teilen, oder besser gesagt anderthalb. Zunächst der halbe:
In meinem letzten Artikel konnte ich einem Googler leider keine Fun Facts zum Gehirn liefern, woraufhin ich meinen privaten Gehirnexperten Mats unverbindlich um Hilfe bat. Bei seiner ersten spontanen Antwort suche ich noch den Zusammenhang zum Hirn: “Im Darm besitzt der Mensch etwa viermal so viele Neurone wie im Rückenmark.” Nun ja. Erstens: Der Rücken ist ja auch nicht sechs bis acht Meter lang und zweitens denke ich nicht mit dem Rückenmark. Oder? Dafür ist sein zweiter Fun Fact geradezu philosophisch: “Das Gehirn ist einzige Organ, das seine Existenz in betracht ziehen kann.”
Ersatz-Teil zwei besteht aus Lyrik. Und was für welcher! Gestern spielte RB Leipzig gegen den VFC Plauen (1:0) und neben den Sportlern auf dem Feld duellierten sich die beiden Fanlager 90 Minuten lang streckenweise sehr amüsant. Die üblichen Anfeindungen gegen Red Bull konterte ein Leipziger ganz besonders kreativ mit dem Spruch “Chemnitz und Plauen, wir “lieben”* eure Frauen!” Die wahre Dichtkunst gab es gestern Abend allerdings in gedruckter Form auf Flugblättern, die im Blog verteilt wurden. Neun neue Fangesänge möchte man etablieren. Diese sind teilweise mit einer solchen sprachlichen Finesse und rhythmischen Präzision zu lyrischen Kunstwerken komponiert, dass ich euch die besten davon nicht vorenthalten möchte. (Im Original-Wortlaut des Flugblattes)
Dunkel nach der Wende / Leipzig war am Ende / Jetzt – kommen wir wieder / RBSL
oder
Unser Verein heißt Rasenball / Und er kam über euch, wie ein Überfall / Rot-Weiße Farben, sind’s die wir tragen / Und uns zu schlagen, wird keiner von euch wagen
Und mein Favorit dank der unglaublichen Wortgewalt:
Lalalalalalala-laaaa la-laaaa / Lalalalala-laaaa la-laaaa / Lalalalalalala-laaaa la-laaaa / lalalalala-Raa-seen-ball EEL-EHH / Die ganze Kuuur-ve bebt, / wenn unser Caaaa-po sich erhebt, / und mit lauuu-ter Stimme scherit, / Leute – eees ist Fußballzeit!
Jetzt soll noch mal einer sagen, bei RB gäbe es keine Fankultur. Diese Gesänge sind alle so dermaßen naiv und proletarisch, dass sie sich vor keinem gestandenen Verein verstecken müssen! Das haben gestern offenbar auch die Plauener Fans eingesehen, die im Laufe der zweiten Halbzeit zu großen Zahlen das Stadion verließen – teilweise mit freundlicher Hilfe von Polizei und Sicherheitsdienst.
*er hat nicht direkt “lieben” gesagt.
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