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52 Songs: 12 – Romantik

Konna stellt mich diese Woche wieder vor eine Herausforderung, denn Thema zwölf der “52 Songs” lautet “Romantik”. Vor allem musikalisch ist das nicht gerade mein Fachgebiet. Beinahe wäre ich der Versuchung erlegen, mal wieder rumzutrollen und ein Stück von Richard Strauss, Johannes Brahms oder erneut Richard Wagner zu posten. Romantische Musik eben. Letztlich habe ich mich aber doch für ein dem Rahmen angemessenes Lied entschieden.

Wieso ist Romantik wieder ein für mich unpassendes Thema? Aus zwei Gründen. Der erste ist ganz einfach zu erklären. Auf “typisch” romantische Schnulzen (“Careless Whisper”, “Mandy”, “Hold Me For A While”, …) reagiere ich (inzwischen) allergisch. Diese Abwehrreaktion äußert sich bei mir dann meist darin, dass ich das jeweilige Lied überdramatisch mitsinge und somit ins Lächerliche ziehe. Das mag man traurig finden, aber anders kann ich mir solche Lieder nicht anhören. Deshalb aber von den Wise Guys “Romanze” zu posten, fand ich auch wieder doof.

Für Grund Nummer zwei muss ich kurz erklären, was Romantik für mich bedeutet. Ich verbinde damit beispielsweise abendliche Spaziergänge mit der richtigen Person, gemütliches Auf-Dem-Sofa-Sitzen, wortlose Umarmungen, oder ganz klischeehaft gemeinsames Sternebeobachten. So lange man mit der entsprechenden Person zusammen ist, kann für mich sehr viel “romantisch” sein. Auf jeden Fall läuft in solchen Situationen bei mir keine Musik. Einerseits, weil ich in diesen Situationen Stille der Stimmung besonders zuträglich finde; andererseits, weil ein Lied in so einem Moment sehr viel zerstören kann. Liefe bei einer ausführlichen abendlichen Abschiedsumarmung beispielsweise im Hintergrund Dido… am besten denke ich da gar nicht erst dran.

Für welches Lied kann ich mich unter diesen Voraussetzungen also entscheiden? “Angels” von Robbie Williams scheidet aus persönlichen Gründen aus (und zählt streng genommen zur Kategorie Schnulze) und besonders groß ist die Auswahl dann nicht mehr. Die beste Lösung lieferte mir Ben Folds mit seinem Lied “The Luckiest”. Es drückt textlich das aus, was ich in den oben beschriebenen Situationen sagen (oder zumindest denken) würde, passt dabei zur ruhigen Stimmung, ist aber nicht zu kitschig. Leider habe ich von diesem Song keine einbettbare, eigentlich gar keine vernünftig anhörbare Version gefunden. Zum Glück habe ich noch Ersatz gefunden. Er punktet durch seinen Minimalismus, sein schönes Video und die unbestreitbar romantische Entstehung (siehe Ende). Im Hintergrund laufen lassen würde ich es trotzdem nicht. Singen schon eher.

Plain White T’s – “1, 2, 3, 4″

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